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Geburtstagsparty mit Folgen

Am Samstag Nachmittag war ich zu einem Geburtstag in Neuenburg eingeladen. Das ist eine knappe Stunde von mir entfernt. Man konnte ab 12h30 eintreffen und ich war etwa eine Stunde später dort.

Einige bekannte Gesichter waren da – es war der Geburtstag unseres ehemaligen Pfarrers. Demzufolge hatte es auch Leute da, welche einen Bezug zur Kirche haben.

Es gab ein libanesisches Buffet und die Stimmung war gut. Gegen 15h kam Pierre’s Mutter herein. Als sie mich sah, umarmte sie mich herzlich und freute sich sehr, mich zu sehen. Sie fragte mich mehrere Male, wann ich wieder mal komme und meinte, am 25. August hätten sie in ihrer Kirchgemeinde Kermesse.

Gegen Schluss waren wir zu fünft und hatten es total lustig. Als wir gingen, kam eine junge Frau auf mich zu, gabe mir links und rechts einen Kuss um sich zu verabschieden und meinte „Kommst Du am 25. an die Kermesse? Es gibt auch Musik 😉 “ . Diese junge Frau kenne ich vom sehen, habe aber nie wirklich mit ihr geredet. Ich war irgendwie etwas verwundert, denn sie insistierte, dass ich doch kommen soll. Also erst die Mutter, dann diese Frau… irgendwie fand und finde ich es immer noch etwas komisch. Gerne würd ich hin gehen, aber ich bin mir fast sicher, dass dann Pierre auch da ist. Und ehrlich gesagt, weiss ich jetzt schon, dass es keine gute Idee ist.

Als wir uns verabschiedet haben, schlenderten Simon, Patrick, Christoph und ich bis zur Bushaltestelle. Patrick und Christoph sind ein Paar. Bei Simon bin ich mir nicht sicher, ob er homosexuell ist oder nicht. Aber das ist auch nicht relevant. Wir hatten es wirklich sehr lustig. Ausserdem arbeitet Simon in der kantonalen reformierten Kirche des Kanton Bern. Wir hatten also auch diesbezüglich interessanten Gesprächsstoff und ich dachte mir, dass seine email Adresse im Büro sicher gleich zusammen gestellt ist wie meine, und dass ich ihm am Montag eine Mail schicke.

Also ich dann gegen 22h daheim war habe ich auf FB nach Simon gesucht und gefunden 🙂 Nachdem ich ihm eine Freundschaftsanfrage geschickt habe, kam kurz darauf ein „hallo“ via Messenger und wir plauderten noch ein wenig.

Genau in diesem Strassencafé waren wir 🙂

Am Sonntag musste ich nach Bern. Sohnemann ist bis am Mittwoch bei meinem Bruder in Zürich und wir hatten auf der Autobahnraststätte abgemacht, damit ich nicht 3 Stunden (ein Weg) fahren muss. „Wenn ich schon nach Bern fahre“ – dachte ich – „Frage ich doch mal, ob jemande Zeit und Lust hat, mit mir einen Kaffee trinken zu gehen„. Also schrieb ich das so auf FB und kurz darauf schrieb mir Simon, dass er Zeit hätte. Wir haben uns getroffen und hatten wirklich ein tolles Gespräch mitten in der Stadt Bern in einem Strassencafé.

Abends, als ich wieder zu Hause war, haben wir dann noch ein wenig via Whatsapp geredet. Es ist alles unverbindlich und ich habe auch keine Hintergedanken. Es ist eine interessante Begegnung gewesen (sowohl am Samstag wie auch am Sonntag) und ich hoffe, dass wir weiterhin in Kontakt bleiben.

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Ausbrechen

Manchmal möchte ich ausbrechen. Einfach weit weg fahren – allein sein mit meinen Gedanken. Keine Verpflichtungen mehr haben, keine Sorgen um meine Kinder, keine Sehnsucht mehr nach Nähe, keine finanzielle Dämpfer – einfach nur SEIN.

 

Und dann denke ich wieder, dass es so viele (junge) Menschen gibt, denen ich helfen möchte. Man kann nicht alle retten, das ist mir klar. Aber die Jungen, welche momentan sehr oft bei uns sind, geben mir zu denken.

2 der 3 Jungs aus der Jugendgruppe sind Brüder. Einer 18 der andere 17. Seit letzem Freitag schlafen sie bei uns weil ihre Mutter sie rausgeworfen hat… Sie geben sich sehr Mühe, räumen auf, helfen beim Haushalt mit, gehen einkaufen (so junge Burschen essen viel 🙂 ) und sind sehr darauf bedacht, mich nicht zu stören. Wichtig scheint für sie auch, das wir gemeinsam abends essen. Momentan leben wir irgendwie WG-mässig – so wie ich das mit 15 mal wollte 🙂

Der 3. junge Mann arbeitet 40% in einem Tankstellenshop. Gestern hatte er frei und hat sich total lieb um Sohnemann gekümmert. Ist mit ihm angeln gegangen, hat ihn mittags ins McDonalds eingeladen und brachte ihn pünktlich – wie vereinbart – um 21h nach hause.

Alle 3 nennen mich „Mama 2“ 🙂 – es schmeichelt mir irgendwie, und ich habe nicht das Gefühl, dass sie mich ausnutzen wollen, sondern das toll finden.

Und dann gibt es Momente, da frage ich mich, wie es sein wird, wenn alle weg sind (inklusive meiner beiden Kinder). Irgendwann (soweit weg ist dieser Zeitpunkt nicht) werde ich alleine abends essen – wohl vor dem Fernseher. Und irgendwie macht mir das Angst. Nicht weil ich Angst vor dem Alleinsein habe, sondern Angst, dass mir all die Jungen fehlen werden und sie nur noch eine Erinnerung sind…

Dazu kommt dann noch, dass ich wohl keinen Partner mehr haben werde – Pierre meldet sich ja seit Neujahr nicht mehr. Und wir werden sowieso nie zusammen kommen. Das ist alles nur ein Wunschdenken – eine geträumte Illusion. Ich bin traurig und verstehe nicht, wie man (egal ob das jetzt die Mutter der beiden Brüder oder aber Pierre ist) so stur sein kann. So egoistisch.

Gestern habe ich den Abschiedsbrief von Läggerli gefunden. 6 Seiten – handgeschrieben. Unter anderem schrieb er damals, man müsse einen gewissen Egoismus haben, um nicht unter zu gehen, und „The show must go on“. Ja… muss sie wohl – aber momentan scheint mir alles sehr entmutigend…

 

Seit ein paar Tagen kann ich auch nicht mehr gut einschlafen und träume dann so komische Sachen und körperliche Nähe vermisse ich grad sehr …

 

 

Morgen…

… hat er einen runden Geburtstag. Schon seit einer Woche denke ich daran und sage mir „NEIN!“

Am 7. April bin ich für eine Schulung in B. – da wo er unterrichtet. Aber auch da sage ich „NEIN!“ … obwohl, es wäre vielleicht die Gelegenheit ?

Am 21.3.18 sind es genau 3 Jahre her, seit wir zusammen…. Ihr wisst schon. 3 Jahre !!! Unglaublich wie die Zeit vergeht – und ich habe das Gefühl, es sei erst letzte Woche passiert.

Momentan ist das Verlangen grad ziemlich gross. Vielleicht auch weil ich seit 3 Jahren abstinent lebe… ja, 3 Jahre… verrückt irgendwie. Aber ich kann nicht einfach so mal schnell mit jemandem ins Bett hüpfen. Meine Gedanken wären wohl anderswo und das geht gar nicht. Ausserdem: es gibt – für mich – nichts widerliches als mit jemandem zu schlafen, ohne dabei Gefühle zu haben.

Vielleicht sollte ich wirklich doch ins Kloster… So eines wie in Kaltenthal (Serie „Um Himmels willen“) wär eigentlich toll…

Gute Nacht…

… ich weiss auch nicht weshalb, aber seit ein paar Tagen (Wochen) muss ich ständig an dich denken und es kommen viele Erinnerungen… es tut weh… manchmal frage ich mich, was der Sinn dahinter ist? Warum es so schwierig ist, dich los zu lassen… ich schaff das einfach nicht. Obwohl ich viel beschäftigt bin, viele Termine habe, im Chor-Comité und der Kirche vieles ehernamtlich mache… und dann kommen die Momente, da fühl ich mich einsam… wie jetzt… guete Nacht…

Was soll ich mir dir machen?

Was soll ich mit Dir machen? – so fängt die sms an Pierre an, welche ich gestern geschrieben habe – Ich bringe Dich einfach nicht aus dem Kopf… obwohl ich das eigentlich will und weil du nur sporadische – wenn Du Lust hast – schreibst/antwortest und mich das kaputt macht…

Ich liebe Dich, aber immer warten und hoffen… und dann kommt doch nichts…. sag mir BITTE, wie es weitergehen soll. Was ich tun soll…

Ich werde an die Fasnacht gehen… falls Du auch kommst. Bin von Morgenstraich bis Endstraich dort.

I MISS YOU

Ja, ich weiss… die beiden letzten Sätze hätte ich wohl besser nicht geschrieben… aber weg ist weg.

Antwort habe ich keine bekommen. Ich will wirklich abschliessen mit ihm. Doch irgend etwas hält mich davon ab, es konsequent durch zu ziehen.

Irgendwie fühle ich mich hilflos meinen Gefühlen ausgeliefert.  Alles und alle sagen mir, „lass los“ – und ich will es ja auch – aber ich schaff es einfach nicht… 😦

Warum?

Warum gibt es Phasen, in welchen ich die ganze Zeit an einer Person (Ihr wisst schon) herumstudiere, und handkehrum plötzlich einfach so sein Foto wegschmeisse ? So im Sinn von: jetzt reichts ! Ich verbann Dich aus meinen Gedanken ! Und dann, 2 Wochen später fängt der Sch**** von vorne an?

Vielleicht weil bald Fasnacht ist und mich das irgendwie stimuliert/animiert, mich wieder damit (mit ihm) zu beschäftigen?

Ich frag mich, warum ich nicht loslassen kann. So ganz und gar. Es nervt !

Alltag

Der Alltag hat mich wieder.

Nach 2 Wochen Ferien habe ich gestern wieder angefangen zu arbeiten. Mit knapp 3 Stunden Schlaf bin ich am Montag morgen eher unmotiviert ins Büro gefahren. Aber heute ist schon etwas besser. Meine Arbeit gefällt mir ja, es ist halt einfach eine Umstellung, wenn man nach 2 Wochen chillen wieder voll ran muss. Aber es ist ok.

Eigentlich wollte ich ja in den Ferien meinen Estrich ausmisten und noch etwas für unser Konzert Ende Januar üben… aber daraus wurde nichts. Ich habe weder das eine noch das andere getan. An mehreren Tagen war ich sogar den ganzen Tag nur im Pyjama 🙂 .

Von Pierre habe ich seit dem 31. Dezember nichts mehr gehört – dafür hab ich von ihm geträumt 😦 Nicht mal wenn ich schlafe, lässt er mich in Ruhe. Obwohl, die letzten Wochen verliefen ja ganz gut, ohne zu viel rumstudieren. Und auch jetzt denke ich eigentlich eher wenig über ihn nach, zumindest tagsüber.

Was mich auch noch beschäftigt ist Joachim. Dieser freundliche Mensch, der hier ab und zu kommentiert und mir am 24. Dezember eine Mail schickte, auf welche ich ein paar Tage später antwortete. Nun wären Sie wieder am Zug… warte gespannt auf News 😉

Nun denn, ich wünsche Euch allen hier eine gute Woche!