Das liebe Geld


Es ist unglaublich, wie viele Leute meinen, dass alle in der Schweiz im Geld schwimmen! DAS IST EINFACH FALSCH !animaatjes-geld-03536

Bei ca 8 Mio Einwohnern gibt es über 1 Mio Arme die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Natürlich gibt es immer solche, die vom System profitieren, aber es ist einfach eine Frechheit, alle in den selben Topf zu schmeissen.

Ich habe zwei Jobs und suche entweder einen 3. oder aber einen der 2 anderen mit mehr %. Doch obwohl ich zwei Jobs habe, reicht das Geld nicht aus und ich bin auf einen Teil vom Sozialamt angewiesen.

Es ist nicht toll, wenn man jeden Rappen 2 mal umdrehen muss, bevor man ihn ausgibt. Ich habe meine Zahlungen gemacht und habe nun auf meinem Konto einen Minusstand von Frs 100.- . Aber ich muss ja meinen Kids zu essen geben… also werde ich – einmal mehr – bis Ende Monat wieder 400/500 im Minus sein. Es ist zum kot*** !

Ich lebe nicht im Luxus, gebe mich wirklich mit wenig zufrieden. Aber so ist es einfach echt belastend…

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4 Kommentare zu “Das liebe Geld

  1. Ich verstehe Dich absolut und das Bild der Schweizer, die im Geld schwimmen, ist komplett falsch. Als Schweizerin darf ich das sagen! Aber bei uns muss niemand verhungern, und damit sind wir doch schon einen grossen Schritt weiter, als manch anderes Land. Von daher kann man auch nicht von Armut sprechen. Es gibt einfach finanziell besser Gestellte und solche, die mit weniger auskommen müssen. Aber unser soziales Netz greift in der Regel gut. Mich interessieren Deine Themen. Ich hefte mich an Deine Fersen. 🙂

  2. Natürlich geht es uns – verglichen mit anderen Ländern – ganz gut soweit. Aber wenn ich als alleinerziehende Mutter mit 2 Jobs noch einen Teil vom Soz bekomme und es trotzdem nicht ausreicht (- Frs 500.- jeden Monat und ich habe keine Luxus-Extras)… dann finde ich das schon nicht toll. Ich möchte eigentlich nur, dass ich nicht jedes Mal wenn ich in die Migros geh nicht erst jeden Franken dreimal umdrehen muss, bevor ich Milch oder Brot kaufe… . Es ist meiner Meinung nach – für unserer schweizer Verhältnisse – schon Armut,.. Und die Klassen (reich – arm) werden je längs je mehr wieder sichtbar. Den Mittelstand gibt es bald nicht mehr…

    Aber ich bin ja schwer dran, Bewerbungen zu verschicken und hoffe, dass ich bald etwas besseres finde und etwas aus der finanziellen Not rauskomme…

    Danke dass Du Dich an meine Fersen heftest 😉 :-*

  3. Aussagen wie sämtliche Bewohner eines Landes X seien z.B. reich sind Unsinn.
    Richtig ist, dass das Gehaltsniveau in der Schweiz – im Vergleich zu den Nachbarländern – exorbitant hoch, wenn nicht gar das höchste oder eines der höchsten der Welt ist. Z.B. in Deutschland hat man jetzt einen Mindestlohn von 8,50 Euro fixiert. In der Schweiz dauert die diesbezügliche Diskussion noch an. Im Gespräch sind 20 – 30 SFR Mindestlohn pro Stunde, also das Dreifache wie z.B. in Deutschland. Wenn also von flächendeckendem Reichtum in der Schweiz gesprochen wird, so ist es nur sinnvoll, dies auf das Gehaltsniveau zu beziehen. Was wiederum mit den Einkommensteuerverhältnissen in der Schweiz (paradiesisch) und den Lebenshaltungskosten (katastrophal) ins Verhältnis zu setzen ist.

    Z.B. in Deutschland ergreifen die Leute bedenkenlos Berufe wie Coiffeur oder Florist, wohl wissend, dass diese Berufe so wenig Einkommen bringen, dass man davon nicht leben kann. In der Schweiz wird nach dem Samuelson-Balasso-Effekt agiert. D.h. niemand verkauft sich unter Wert. Berufe, die kein auskömmliches Einkommen bringen, werden nicht ergriffen. Da man aber trotzdem z.B. Coiffeure braucht, werden diese hoch bezahlt. Sonst gäbe es keine. Niedriglohnberufe gibt es in der Schweiz demgemäss nicht.

    Man hat in seinem Leben mehrere Beziehungen. Bis auf die altersmässig allerletzte gibt es immer eine danach.

    Trotzdem entschliesst man sich in einer dieser Beziehungen, Kinder zu machen. Wohl wissend, dass dies nach dem Ende der Beziehung in vielerlei Hinsicht Probleme machen wird. Insbesondere erschwert bis verunmöglicht das Vorhandensein von Kindern nach dem Ende der Beziehung künftige Beziehungen (davon können Sie wohl ein Lied singen) und führt zu enormen finanziellen Problemen bei dem Part, der die gemeinsame Verantwortung für die Kinder anschliessend allein übernimmt (auch das kennen Sie).

    In dieser „Falle“ befinden Sie sich. Dazu wohnen Sie offensichtlich noch da irgendwo an der Côte, einem der teuersten Plätze der Welt. Warum?

    Verabschieden Sie sich davon, dass Ihre Kinder in ihrem aktuellen und zunehmenden Alter Sie 24 Stunden am Tag brauchen. Die Nachteile, keinen Vollzeitjob zu haben überwiegen bei weitem die Vorteile. Schauen Sie schnellstmöglich nach einem Vollzeitjob und stellen Sie nicht Ihre Kinder in den Vordergrund. Erstens haben Sie dann dank dem sehr hohen Einkommen jeglicher Berufstätigkeit in der Schweiz (s.o.) Ihre finanziellen Probleme vom Hals, zweitens werden Sie langfristig von Ihren Kindern daran gemessen, was Sie Ihnen finanziell bieten. Pubertierende / halberwachsene Kinder interessiert nur das. Nicht ob Sie 24 Stunden am Tag da waren. Treffen Sie den Schritt, dass Kinder diesen Alters nicht im Vordergrund stehen dürfen. In keinerlei Hinsicht.

    • Ja, in der Schweiz liegt der Mindestlohn zwischen 20 und 30 Frs… aber wenn man sieht, wie hoch Mieten z.B. sind, kommt es schlussendlich aufs Gleiche raus … Im Schnitt berägt die Miete 1/3 des Lohns. Dann kommen die hohen Krankenkassenprämien dazu, Nebenkosten wie Wasser und Strom… Da ist man schnell auf 0.-

      Coiffeure in der Schweiz verdienen nicht sonderlich gut (ich habe zwei Bekannte, die Coiffeur sind)… Mit diesem Lohn kommt man eher schlecht als recht über die Runden.

      Ja, davon kann ich ein Lied singen… und was die Verantwortung betrifft ebenfalls…

      Wie kommen Sie darauf, dass ich an der Côte wohne…? Der Genfersee ist gross 😉 . Aber ob ich jetzt an der Côte wohne oder nicht: ehrlich gesagt möchte ich mein gewohtes Umfeld nicht verlassen. Familie und Freunde sind hier und ich bin keine 20 mehr…

      Natürlich brauchen meine Kinder mich je längs je mehr nicht mehr 24h am Tag. Das ist eine logische Entwicklung der Dinge. Doch möchte ich nicht unbedingt 100% arbeiten. Ausserdem: mit meiner Ausbildung werd ich auch bei einem 100%-Job nicht unbedingt keine finanziellen Probleme mehr haben.

      Dass die Kinder im Vordergrund stehen ist doch irgendwie logisch, nicht? Natürlich richte ich jetzt nicht mein ganzes Leben nach ihnen, aber sie sollen nicht wie andere die ich kenne vom Nachbar über die Grossmutter zur Freundin abgeschoben werden und mich nur noch ab und zu am abend sehen… Ich kenne Kinder die darunter leiden, dass die Eltern beide 100% arbeiten (und ich rede nicht von kleinen Kindern, sondern solche im Alter meiner beiden…)

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