Eine Weihnachstgeschichte


Zum 4. Advent möchte ich Euch eine selbstgeschriebene Weihnachtsgeschichte „schenken“. Letztes Jahr habe ich Euch „Engelszauber“ vorgestellt, dieses Jahr soll es „Arthena’s Stern“ sein.

Ich wünsch Euch allen ein wundervolles Weihnachstfest und einen guten Rutsch ins 2014 – vermutlich werde ich mich erst im Januar wieder hier melden. Danke Euch allen für Eure Treue und lieben Worte !

Arthéna’s Stern

christmas_festive_starsEs war einmal ein kleiner Stern, welcher sich immer ganz fest Mühe gab, um hell zu leuchten. Immer wenn der Mond vorbei kam, strengte er sich noch mehr an. Als er so fest leuchtete, schaute er gleichzeitig zur Erde und eines Tages stellte er plötzlich fest, dass es auch auf der Erde viele Lichter gab.

Eines Abends, als der Mond vorbei kam, fragte er ihn, warum es jetzt auf der Erde plötzlich so viele Lichter habe. Der Mond erklärte ihm, dass jetzt auf der Erde Adventszeit sei. „Was ist die Adventszeit?“ wollte der kleine Stern wissen. Der Mond erzälte ihm, dass das die Zeit vor dem Heilig Abend sei. An Heilig Abend sei Jesus geboren und die Menschen feiern das jedes Jahr. Um diese Zeit sinnlich verbringen können, hängen die Menschen kleine Lichter an Bäume und Fenster, Terrassen und Dächer. Dann ist der Mond weiter gegangen und der Stern wurde langsam müde. Er dachte: „ Morgen frag ich den Mond, ob ich wohl mal auf die Erde kann, um mir das anzusehen.“

Am nächsten Abend fragte der Stern also den Mond und er sagte: „ Weil du dir immer solch eine Mühe machst, um schön und hell zu leuchten, will ich dir diesen Wunsch erfüllen.“ Der Stern war ganz aufgeregt und hüpfte vor lauter Freude hin und her. Und plötzlich, als er so umher tollte, verlor er das Gleichgewicht und fiel runter. Hui! Das ging aber schnell nach unten.

Gleichzeitig war unten auf der Erde Arthéna dabei ins Bett zu gehen. Jeden Abend stand sie noch ans Fenster und schaute die vielen Sterne an. Auf einmal sah sie eine Sternschnuppe. Sie wünschte sich was und ging zu Bett.

Unser kleiner Stern war immer noch am fallen und langsam bekam er ein wenig Angst, denn er fiel immer schneller. Plötzlich machte es „plumps“ und der Stern landete in einem Heuhaufen.

Im Stall daneben hörten das Pferd und die Kühe etwas, und weil das Pferd am mutigsten von allen war, streckte er vorsichtig den Kopf aus dem Stall. Er stubste die Stalltür mit der Nase auf und ging langsam raus. Auf dem Heuhaufen sah er etwas leuchten und ging näher. Er traute seinen Augen nicht. Da lag doch tatsächlich ein kleiner Stern. Der kleine Stern hatte Angst. Das Pferd war so gross und der Stern versuchte, nicht zu fest zu leuchten. Er zitterte und hörte plötzlich die Stimme des Pferdes: „Du musst keine Angst haben, kleiner Stern. Ich mach dir nichts. Komm mit in den Stall, hier draussen ist es viel zu kalt. Und so wie’s aussieht, wird es wohl schneien“. Der Stern nickte nur und dann nahm ihn das Pferd vorsichtig mit dem Maul und trug ihn in den Stall.

Als die Kühe sahen, was das Pferd da brachte, gab es ein lautes gemuhe. „Psssst!“ schnaubte das Pferd „ihr weckt noch Arthéna!“. Der Stern war inzwischen so müde, dass er gar nicht mehr richtig mitbekam, was passierte und er schlief ein. Na ja, es war ja auch schon fast hell. Und Sterne schlafen schliesslich tagsüber und sind nachts wach…

Kurz darauf stand Arthéna auf. Sie zog sich an und ging – wie jeden morgen –  in den Stall um ihren Tieren einen schönen Tag zu wünschen bevor sie zur Schule ging. Als sie in den Stall kam, trottete das Pferd geradewegs auf sie zu und packte sie sanft am Ärmel um sie zum Heuhaufen zu ziehen, wo der kleine Stern schlief. Arthéna traute ihren Augen nicht. Nachdem sie ein Moment lang so dort stand, nahm sie den kleinen Stern vorsichtig auf und trug ihn in ihr Zimmer. Sie wollte ihn nicht wecken und legte ihn vorsichtig in ihr Puppenbettchen. Noch schnell die kleine Decke drüber und dann musste sie sich beeilen, damit sie noch rechtzeitig in die Schule kam.

Als sie abends zu Bett ging, sah sie plötzlich, dass der kleine Stern anfing zu leuchten: Er erwachte, rieb sich seine Äuglein und sah verdutzt drein. Als er dann richtig wach war, kam ihm in den Sinn, was gestern passiert war. Er sah sich vorsichtig um und entdeckte auf einmal Arthéna. Schnell versteckte er sich unter der Puppendecke. Arthéna aber ging lagsam auf ihn zu und sagte: „du brauchst keine Angst zu haben, ich tu dir nichts!“. Da lugte er vorsichtig unter der Decke hervor und als er das herzige Mädchen erblickte, verflog sein Angst von selbst.

Er setzte sich auf und Arthéna wollte natürlich wissen, wie er auf die Erde gekommen ist. Der kleine Stern erzählte ihr alles und als er fertig war, fragte Arthéna:“meinst du, dass du an Heilig Abend auf unserem Weihnachtsbaum zuoberst schön leuchten könntest? Dann hätten wir nämlich den schönsten Weihnachtsbaum überhaup!“ Der Stern hatte nichts dagegen – im Gegenteil: er freute sich richtig darauf. Dann schlief Arthéna ein und der Stern leuchtete vor sich hin und wartete bis es morgen war. Als Arthéna aufstand, hatte er eben die Augen geschlossen. Es ist schon anstrengend die ganze Nacht zu leuchten und sich Mühe zu geben, nicht zu hell zu werden damit Arthéna nicht erwacht. Und so ging das bis zum 24. Dezember.

An Heilig Abend ging Arthéna in ihr Zimmer und trug den Stern vorsichtig in die Stube. Ein wunderschöner Weihnachtsbaum stand dort und das Beste kam erst noch: Unser kleiner Stern. Ganz stolz sass er zuoberst auf dem Baum und leuchtete aus voller Kraft. Arthéna verbrachte einen schönen heiligen Abend und der Stern gab sich Mühe auch immer schön zu leuchten.

Als dann Arthéna und alle anderen zu Bett gingen, hat auch der Stern ein bisschne weniger gestrahlt. Auf einmal kam ein Engel und sagte dem Stern: „Deine Zeit hier auf Erden ist vorbei. Morgen Abend komm ich dich holen und bring dich zurück an deinen Platz im Himmel.“ Der Stern war ein wenig traurig, aber dankbar, dass er eine so schöne Adventszeit und einen solch schönen Heilig Abend verbrigen durfte. Der Engel flog davon und der Stern schlief ein.

Am nächsten Abend, bevor Arthéna zu Bett ging, wollte sie dem Stern noch gute Nacht sagen. Da erzählte er ihr, was der Engel letzte Nacht gesagt hatte. Auch Arthéna war traurig, aber sie verstand es natürlich. Da meinte der Stern: „Nun, wenn ich mir das ganze Jahr Mühe gebe schön zu leuchten und du durchs Jahr immer lieb und brav bist, darf ich vielleicht nächstes Jahr wieder kommen!“. Dieser Gedanke gefiel Arthéna und sie nahm sich fest vor, wärend des kommenden Jahres schön artig zu sein. Dann gab sie dem Stern einen Kuss und ging zu Bett.

Sie war kaum eingeschlafen, kam auch schon der Engel. Er nahm den kleinen Stern sanft in seine Hände und flog mit ihm zum Himmel.christmas_star

Wärend des ganzen Jahres beobachtete der kleine Stern Arthéna und gab sich auch ganz fest Mühe, schön zu leuchten. Auch Arthéna schaute jeden Abend in den Himmel. Sie wusste, welches ihr Stern war.

So ging das Jahr vorbei und tatsächlich, am 1. Dezember, als Arthéna morgens im Stall den Tieren einen schönen Tag wünschte, fand sie den kleinen Stern im Heuhaufen. Das war ein freudiges Wiedersehen. Der Stern hatte alles dran gesetzt noch wach zu sein, wenn sie in den Stall kommt. Als sie dann gegangen war, konnte er endlich einschlafen.

Auch dieses Jahr hatten die zwei eine wunderschöne Adventszeit und einen wunderschönen Heiligen Abend verbracht. Und seitdem kommt der kleine Stern jedes Jahr am 1. Dezember zu Arthéna…

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3 Kommentare zu “Eine Weihnachstgeschichte

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